Der Düsseldorfer Stadtteil Heerdt liegt im Westen von Düsseldorf am linken Ufer des Rheins und grenzt an die Bezirke Meerbusch, Neuss und Oberkassel. Flächenmäßig stellt Heerdt den größten der vier linksrheinischen Stadtteile dar.
Die Heinrich-Heine-Grundschule besteht aus zwei Gebäuden, einem Altbau, der etwa um die Jahrhundertwende errichtet wurde sowie einem weiteren, etwa vierzig Jahre alten Gebäude. Der Altbau beherbergt vier Klassenzimmer, die Küche, die Schulbücherei sowie einen Werkraum im Keller des Gebäudes. Er ist durch einen überdachten Weg mit dem zweiten, neueren Gebäude verbunden. Dort sind auf drei Etagen neben weiteren sechs Klassenräumen das Lehrerzimmer und das Sekretariat, der Medienraum, die Küche, der Lehrmittelraum, die Aula und das Hausmeisterbüro untergebracht. Die Turnhalle befindet sich in einem weiteren separaten Gebäude. Sie wird an den Nachmittagen vom örtlichen Turnverein genutzt. In den vergangenen vier Jahren wurden alle Außenfassaden umfassend renoviert und in einem warmen "Hellgelb" gestrichen. Außerdem wurden Fenster und Außenjalousien erneuert und so bietet die gesamte Schule einen freundlichen und ansprechenden Anblick. Sowohl die Türen als auch die Laternen auf den Schulhöfen wurden in Eigenarbeit in den Schulfarben rot, blau und gelb gestrichen. Die Heinrich-Heine-Grundschule verfügt über zwei voneinander getrennte asphaltierte Schulhöfe. Der eine ist den Schülern der beiden vierten Klassen vorbehalten, die dort in der Regel während der Pausen Fußball spielen. Auf ihm üben auch die Kinder der 2. und 4. Klasse das Fahrradfahren für die Radfahrprüfung. Der Hof grenzt an den Schulgarten und ist mit einer Sprunggrube, einer Tischtennisplatte und einem asphaltierten Laufbelag ausgestattet. Der andere Schulhof besitzt - dank einer großen Spende der Stadtsparkasse Düsseldorf - ein großes Holz-Klettergerüst, ein wahres Spielparadies für unsere Kinder. Im passenden Spielehaus lagert eine große Menge von Kleinspielgeräten, die während der Pause ausgeliehen werden können. Zudem haben die Kinder die Möglichkeit, an Holzbänken und -tischen in Ruhe ins Gespräch zu kommen. Bänke stehen außerdem auf diesem Hof auch unter dem Dach, das die beiden Schulgebäude miteinander verbindet.
Und dann war es endlich soweit! Ab dem Schuljahr 2004/05 nimmt die Heinrich-Heine-Grundschule an dem Projekt "Offene Ganztagsschule" teil!
Träger:
Jugendamt Düsseldorf:
Städtische Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung JFE Westend
Malmedyerstr. 3
40549 Düsseldorf
Personal ab Schuljahr 2010/2011:
8 staatl. anerk. ErzieherInnen (4 Vollzeit, 4 Teilzeit)
7 päd. Ergänzungskräfte (Teilzeit)
Kurzkonzept:
Im Schuljahr 2004/2005 starteten Schule und JFE den Aufbauprozess "Offene Ganztagsschule" mit 2 Gruppen à 25 Kindern. In den folgenden Jahren wurde die Zahl der Ganztagsplätze stetig erhöht. Im Schuljahr 2010/2011 stehen 200 Plätze in 8 Gruppen zur Verfügung. Damit gelingt es, für jede Klasse eine eigene OGS-Gruppe zu stellen, die von einem Team aus Lehrer/in, Erzieher/in und einer pädagogischen Ergänzungskraft betreut wird.
Ganztagsklassen:
Zudem werden im Schuljahr 2010/2011 drei Klassen als Ganztagsklassen eingerichtet, d.h. die Schüler werden von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr in Teamarbeit von Erziehern, Lehrern und außerschulischen Bildungsanbietern unterrichtet, gefördert und betreut. Die gemeinsame Ganztagspräsenz von Erziehern und Lehrern ermöglicht eine stärkere Verzahnung und Abwechslung von Unterrichtseinheiten und pädagogischen Angeboten über den ganzen Schultag. Der Tagesablauf in den Klassen wird je nach Bedarf für Unterricht, Förderangebote, Lernzeiten, Bewegungs-, Entspannungs- und Spielangebote rhythmisiert, die Klasse kann in Kleingruppen geteilt werden. Der Ausbau der fünf weiteren OGS-Gruppen, in denen vormittags weitgehend unterrichtet wird und der Nachmittag bis 16.30 Uhr für Lernzeiten, Bildungsangebote und Freizeitgestaltung genutzt wird, wird langfristig angestrebt.
Individuelle und soziale Förderung in den OGS-Gruppen:
In der OGS fördern wir die persönlichen und sprachlichen Kompetenzen sowie die emotional-soziale Entwicklung der Kinder und ihre Kommunikations- und Konfliktfähigkeit. Dies geschieht über vielfältige Freizeit-, Bewegungs- und Entspannungsangebote, z.B. Sport, Gesellschaftsspiele, Bau-, Lego-, Kuschelecken, Schulhofspiele, Rollenspiele, Basteln, Malen, Freispiel und Gesprächsangebote.
Pädagogischer Mittagstisch:
Die Kinder erhalten ein vollwertiges Mittagessen (Caterer), das gemeinsam mit der gesamten Gruppe eingenommen wird. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine nette ruhige Atmosphäre, Tischkultur und praktische Gesundheitserziehung (Hände waschen und Zähne putzen). Ergänzend bieten wir frisches Gemüse, Obst und Brot vom Biobauernhof an.
Hausaufgaben:
Die Schüler erhalten einen individuellen Wochenplan, der von Montag bis Montag bearbeitet und von Lehrern, Erziehern, Eltern und Schülern selbst kontrolliert werden muss. Zeitlich orientieren wir uns an den Empfehlungen für Hausaufgaben an Grundschulen, die für die Klassen 1 und 2 täglich 30 - 45 Minuten und für die Klassen 3 und 4 ca. 60 Minuten vorsehen. Die Schüler erhalten täglich im Klassenverband Unterstützung bei den Hausaufgaben durch Lehrer und pädagogisches Betreuungspersonal. Die Schüler werden angehalten, hier die schwierigeren Arbeiten zu erledigen und die leichteren Arbeiten zu Hause zu beenden.
Bildungsangebote:
Zusätzlich haben die Schüler die Möglichkeit, an individuellen Förderangeboten und zahlreichen Bildungsangeboten externer Anbieter (AG's) aus den Bereichen Tanz, Kunst, Sport, Musik, Kreativität, Natur und Literatur teilzunehmen.
Ferienprogramm:
In den Schulferien und an unterrichtsfreien Tagen bietet die OGS von 8.00 - 16.00 ein interessantes und vielseitiges Freizeitprogramm (z.B. Medien- und Kreativprojekte, Sport- und Spielangebote, Skikurse, Tagesausflüge, Besuche von Museen, Zoos, Feuerwache, Polizei, … etc.) an. Kinder unterschiedlichster Nationalitäten lernen mit uns ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten, entdecken eigene neue Fähigkeiten und Fertigkeiten, bilden Freundschaften und haben Freude und Spaß miteinander.
Offene Kinder- und Jugendarbeit:
Durch die Verzahnung der OGS mit der Kinder- und Jugendarbeit haben die Kinder die Möglichkeit, im Anschluss an die OGS die Jugendfreizeiteinrichtung Westend bis 18.00 Uhr zu besuchen und an den dortigen Freizeitaktivitäten teil zu nehmen. Für Kinder und Eltern die dies wünschen, besteht die Möglichkeit, einen Fahrdienst in Anspruch zu nehmen.
Ausblick:
Neubau eines eigenen OGS-Gebäudes mit Platz für 200 Schüler (Baubeginn geplant Herbst 2010)
Auch der katholische Teilstandort zieht mit.
Im Jahre 1990 wurde an unserer Schule eine Betreuungsform für Kinder eingerichtet, das Spatzennest. Die Kinder hatten die Möglichkeit von 7.30h - 8.00h an der Frühbetreuung und nach Unterrichtsende bis 13.00h und später bis 16.00h teilzunehmen.
Der damalige Träger war der Förderverein dieser Schule und seit 2006 ist es der Kooperationspartner der Caritas Verband Düsseldorf. Durch diese Übernahme wurde aus dem Spatzennest die OGS.
Angefangen haben wir mit zwei Gruppen im additiven Modell d.h. Betreuung und Förderung der Kinder nach der Schule, Mittagstisch, Zusammenarbeit mit Projektanbietern, Ferienbetreuung. Ab 2009 kam das integrative Modell hinzu d.h. Einsatz der Erzieher im Unterricht und gezielte Förderung einzelner Kinder.
Unser Freizeitangebot für Kinder umfasst folgendes:
- kreative Freizeitgestaltung
- pädagogisch geplante Angebote
- Hausaufgabenbetreuung in Kleingruppen
- Teilnahme an AGs
- Ferienprogramm
Das OGS Konzept beruht an unserer Schule auf dem situationsorientierten Ansatz. Unser Ziel ist es eine familiäre Atmosphäre für Kinder und Eltern zu schaffen.
Gemeinsamer Unterricht
Im Dezember 2006 verabschiedete die Generalversammlung der UN eine Konvention über die Rechte behinderter Menschen. Die Konvention beschäftigt sich unter anderem mit den möglichen Orten schulischer Bildung für Menschen mit Behinderungen und hält fest, dass "die Vertragsstaaten ein integratives [engl. ‚inclusive'] Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen…[gewährleisten]" (Art. 24 Abs. 1 S. 2 BRK). Diesen Anspruch versucht die Heinrich-Heine-Grundschule seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 in die Tat umzusetzen, indem sowohl an der Heinrich-Heine-Grundschule sowie am katholischen Teilstandort Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf im "Gemeinsamen Unterricht" zusammen beschult werden. Ziel des Unterrichtes ist es Regelschul- wie Förderschulkindern individuell nach ihren jeweiligen Bedingungen in einem gemeinsamen Klassenverband und gemäß ihren Lernbedürfnissen und -voraussetzungen zu unterrichten. Dies bedeutet, dass die Kinder trotz unterschiedlicher schulischer Zielvorgaben, in einem gemeinsamen Lernumfeld und an gemeinsamen Gegenständen lernen und arbeiten sollen. Kinder, die in integrativen Klassen beschult werden, erleben vom ersten Schultag an untereinander den Umgang mit verschiedenen Fähigkeiten und nehmen dies daher als natürliche Situation wahr. Im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts wird eine bestimmte Anzahl von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf in eine Regelschulklasse integriert. Die Kinder werden mit einer festgelegten Stundenanzahl von einer sonderpädagogischen Lehrkraft begleitet und unterrichtet, wobei Grund- und Förderschullehrkraft ein Team bilden. Beide Lehrkräfte sind für die Förderschulkinder verantwortlich und bestimmen immer wieder aufs Neue die aktuellen Förderschwerpunkte. Zudem kann die sonderpädagogische Lehrkraft in die Förderung der Regelschulkinder einbezogen werden oder Fachunterricht im Klassenverband übernehmen. Im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts findet immer wieder Kleingruppenförderung statt, zudem gibt es zusätzliche Lernangebote in den Bereichen Wahrnehmung, Bewegung und alltäglicher Lebenspraxis. Diese zusätzlichen Lernangebote kommen nicht ausschließlich den Förderschulkindern zugute, sondern es können nach Absprache mit den Eltern und Klassenlehrerinnen auch Kinder aus dem Regelschulbereich daran teilhaben. Aktuell arbeiten an der Heinrich-Heine-Grundschule drei sonderpädagogische Lehrkräfte, die mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 ca. 30 Förderschulkinder betreuen werden. Unter anderem werden Kinder mit einer körperlichen, geistigen, sozial-emotionalen, sprachlichen oder einer Lernbeeinträchtigung unterrichtet.